Anwalt Russlands…


Anwalt Russlands — Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder  am Deutschen Historischen Institut  Moskau
Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder sprach am 17. Mai 2010 am Deutschen Historischen Institut in Moskau, der Titel der vierten Bucerius Lecture „Deutschland, Europa und Russland – eine Partnerschaft für Frieden und Sicherheit“.
Das Deutsche Historische Institut leiste „einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern“, so Schröder. Die Gründung des DHI Moskau auf Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung und der ZEIT-Stiftung 2005 fiel in seine Amtszeit und wurde von der Bundesregierung aktiv unterstützt.

Dass Angela Merkel an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag des Kriegsendes in Moskau teilnahm, sieht Schröder als ein bedeutendes Zeichen der Aussöhnung zwischen Russland und Deutschland. „Aus dem Gedenken an das Kriegsende erwächst gerade für uns Deutsche eine Verpflichtung: Für eine engst mögliche Verbindung zwischen Europäischer Union und Russland einzutreten.“ Schröder plädierte für einen fairen Umgang mit Russland, das – ohne demokratische Tradition – nach 75 Jahren kommunistischer Diktatur noch immer vor großen ökonomischen und politischen Herausforderungen stehe: „Der Weg aus der Kommandowirtschaft in eine freie, demokratischen und marktwirtschaftliche Gesellschaft erfordert Zeit. Dafür ist eine langfristige Ausbalancierung der auseinander klaffenden kulturellen und gesellschaftlichen Erfahrungen notwendig.“

Schröders Appell, Russland solle im Rahmen einer Assoziierung völkerrechtlich stärker an die EU gebunden werden, forderte das Publikum zu zahlreichen Diskussionsbeiträgen.

Quelle: Die ZEIT-Stiftung


Verfasst von:
Maria Stroiakovskaya




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